Seit dem Start vor gut einem Jahr hat die „Bist du Chris?“-Kampagne viele Menschen erreicht. Über 640.000 Nutzer haben die Kampagnen-Website besucht, 124.000 füllten die Online-Checkliste komplett aus. Elf Millionen Mal wurden Facebook-Beiträge zur Kampagne angesehen und 40 Patienten berichteten dort von ihrer Hepatitis-C-Erkrankung. Dieses Engagement trägt Früchte.

 

Laut einer Analyse17 der Gesellschaft für Konsumforschung GfK stieg im Kampagnenzeitraum von „Bist du Chris?“ das Risikobewusstsein für die Erkrankung an und es wissen heute mehr Menschen, dass es einen Test auf Hepatitis C gibt. Eine von vier Personen, die an der GfK-Umfrage teilnahmen, hat Kampagnen-Informationen an andere weitergegeben und so das Wissen um die Erkrankung vermehrt.17 Parallel dazu hat auch die Bereitschaft zugenommen, mit dem Arzt über Hepatitis C zu sprechen und sich einem Bluttest zu unterziehen.17 Erfreulich auch: Im dritten Quartal 2017 haben sich deutlich mehr Menschen auf Hepatitis C testen lassen als im selben Zeitraum ein Jahr zuvor18 – ein entscheidender Schritt, um bislang nicht erkannte Betroffene zu entdecken.

Welt-Hepatitis-Tag 2018

 

Ein Aufruf, sich testen zu lassen, ergeht auch von der Welt-Hepatitis-Allianz, einer internationalen Patientenorganisation mit Mitgliedern in 86 Ländern. Sie veranstaltet jährlich am 28. Juli den Welt-Hepatitis-Tag. Das Motto des diesjährigen Aktionstages lautet ‚Findet die Millionen’ – gemeint sind jene Millionen Menschen weltweit, die unwissentlich mit Hepatitis-B- oder -C-Viren infiziert sind. Denn gegen beide Erkrankungen gibt es inzwischen hochwirksame und gut verträgliche Medikamente, Patienten mit Hepatitis C können in den meisten Fällen sogar geheilt werden.19,20

Es ist wichtig, einen Test zu machen und mit anderen über die Erkrankung zu sprechen. Denn je mehr Menschen über die Hepatitis C Bescheid wissen, sich gegebenenfalls testen und behandeln lassen, umso eher gelingt, was sich die Bundesregierung und die Weltgesundheitsorganisation WHO vorgenommen haben: die Hepatitis C in Deutschland bis 2030 einzudämmen oder sogar ganz zu eliminieren.21,22