Deswegen möchte die Kampagne „Bist du Chris?“ Sie ermutigen, mit Ihren Freunden und Familienangehörigen zu sprechen, wenn Sie glauben, dass diese möglicherweise unwissentlich Kontakt mit dem Hepatitis-C-Virus gehabt haben könnten.

 

Sie sollen motiviert werden, mit einem Arzt zu sprechen und sich ggf. testen zu lassen. Dies ist der erste Schritt zur Heilung. Denn dank moderner Medikamente ist die Hepatitis C in den meisten Fällen in kurzer Zeit (in der Regel in 8 bis 24 Wochen) heilbar.2

Hepatitis C wird durch Blut-zu-Blut-Kontakt übertragen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich unwissentlich mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert haben kann, wie in der Checkliste zur Risikobewertung dargestellt.

Chris ist der populärste Unisex-Name in Europa. Er kommt bei Frauen und Männern sowie in allen gesellschaftlichen Schichten und Gruppen vor – genau wie Hepatitis C. „Chris“ tritt damit dem Irrglauben entgegen, dass die Erkrankung nur für bestimmte Menschen relevant sei, und hilft, die Hepatitis C von ihrem negativen Image zu befreien.

„Chris“ ist jede und jeder, die oder der sich unwissentlich irgendwann im Leben mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert hat und bei der oder dem die Infektion entweder noch nicht diagnostiziert oder bereits diagnostiziert, aber noch nicht erfolgreich behandelt wurde. Wenn Sie glauben, einen “Chris” zu kennen, öffnen Sie die Checkliste zur Risikobewertung und teilen Sie den Link mit der möglicherweise betroffenen Person, damit diese ihr Hepatitis-C-Risiko einschätzen kann.

Aber wie führen Sie ein Gespräch mit Freunden oder Familienmitgliedern über Hepatitis C – insbesondere wenn Sie denken, dass sie gefährdet sein könnten? Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, dieses Gespräch so gut wie möglich zu gestalten:

Fragen Sie in einem ruhigen Moment, ob die/der mögliche Betroffene den „Bist du Chris?“ TV-Spot gesehen haben, um daraufhin ein Gespräch über Hepatitis C und die entsprechenden Risikofaktoren anzufangen. Gehen Sie behutsam vor und drängen Sie nicht – nicht jeder möchte über seine Gesundheit oder Risikofaktoren sprechen. Wenn die Person zum Gespräch bereit ist, ermutigen Sie sie, darüber nachzudenken, ob sie „Chris“ sein könnte: Zeigen Sie ihr die Checkliste zum Hepatitis-C-Risiko.

Sie können den TV-Spot auch Ihren Freunden oder Familienmitgliedern zeigen, falls diese ihn noch nicht kennen sollten. Der TV-Spot befindet sich auf der Homepage. Er kann dabei unterstützen, abzuwägen, ob man dem Hepatitis-C-Virus ausgesetzt gewesen sein könnte.

Motivieren Sie Ihre Freunde bzw. Familienmitglieder, sich bei einem möglichen Risiko an den Hausarzt zu wenden und sich ggf. testen zu lassen. Sie können ihnen auch helfen, einen Termin mit einem Arzt zu vereinbaren, indem Sie die Arztsuche verwenden.

Bieten Sie Ihren Freunden oder Familienmitgliedern an, sie zu ihrem Termin zu begleiten. Sie zeigen ihnen damit, dass Sie sie unterstützen und stolz darauf sind, dass sie die Initiative ergriffen haben, sich testen zu lassen.

Vielen Dank für die Mitwirkung an der „Bist du Chris?“-Kampagne. Ermutigen Sie andere, darüber nachzudenken, ob sie einer Hepatitis-C-Virus-Infektion ausgesetzt gewesen sein könnten, und sich ggf. testen zu lassen. Hepatitis C ist heilbar. Nur wer weiß, dass er infiziert ist, kann den ersten Schritt zur Heilung machen.

  1. Leberhilfe-Projekt. Der ECO-HEP Report.
    http://www.leberhilfe-projekt.de/das-eco-hep-modell.html.
    Stand Februar 2016-12-19; Letzter Zugriff: Oktober 2017
  2. DGVS. Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C, Dezember 2016.
    https://www.dgvs.de/wp-content/uploads/2016/11/2016-AG4-Therapie-Leitlinie-Hepatitis-C_23.11.2016_FINAL.pdf.; Letzter Zugriff: Oktober 2017