Die Krankheit betrifft die Leberzellen und kann zu schweren Entzündungen dieses Organs führen. Langfristige Folgen einer Hepatitis C können Komplikationen wie Leberzirrhose oder Leberzellkrebs sein. Unbehandelt kann die Erkrankung sogar tödlich verlaufen.2 Die Folgen einer Hepatitis C sind mitunter schwer behandelbar.

Selten bekannt, aber wahr: Eine Hepatitis C kann 20 Jahre oder länger bestehen, ohne dass man von der Infektion weiß – einfach, weil noch keine offensichtlichen Symptome zu Tage getreten sind.3

Im Gegensatz zu Hepatitis B gibt es keine Impfung gegen Hepatitis C, aber es gibt Therapien, die in den meisten Fällen zu einer Heilung führen.2

Hepatitis C ist eine Viruserkrankung, die unbehandelt zu Leberzirrhose, Leberversagen, Leberzellkrebs und sogar zum Tod führen kann.

Die Mehrzahl der Patienten hat eine hohe Chance, innerhalb von nur 8 bis 24 Wochen durch Tabletten geheilt zu werden.

Bei Blutkontakt ist das Hepatitis-C-Virus zehn Mal infektiöser als das Humane Immunschwäche-Virus HIV.

Schätzungen zufolge leben weltweit 71 Millionen Menschen mit einer Hepatitis C. In Deutschland sind ca. 250.000 Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Die genaue Zahl ist nicht bekannt.

Weltweit sterben jährlich etwa 399.000 Menschen an den Folgen der chronischen Hepatitis C. In Deutschland liegt die Sterberate der chronischen Hepatitis C bei 0,7 Sterbefällen bei Frauen und 0,8 bei Männern je 100.000 Einwohner.

Das Bundesgesundheitsministerium hat das Ziel ausgerufen: Eindämmung der Hepatitis C bis 2030.

Körperliche Symptome

Wenn Symptome auftreten, sind diese unspezifisch und können leicht mit denen anderer Krankheiten verwechselt werden1:

  • Müdigkeit
  • Milde bis schwere Abgeschlagenheit (Fatigue)
  • Druck im rechten Oberbauch
  • Muskelschmerzen
  • Gewichtsverlust
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Emotionale Auswirkungen

Menschen mit Hepatitis C leiden leider häufig unter einer ungerechtfertigten gesellschaftlichen Stigmatisierung. Das kann sich negativ auf das eigene Empfinden und Selbstwertgefühl auswirken und dazu führen, dass sich Betroffene verängstigt, depressiv und von Freunden und Familie isoliert fühlen. Auch am Arbeitsplatz und innerhalb des Gesundheitssystems kann es zu Diskriminierungen kommen.2

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Risikofaktoren

Risikofaktoren durch Lebensführung

Hepatitis C kann durch infiziertes Blut auf Hygieneprodukten wie Rasierer, Scheren oder Zahnbürsten übertragen werden.

Wenn Sie jemals eine Tätowierung oder ein Piercing hatten, besteht ein erhöhtes Risiko einer Hepatitis-C-Virusinfektion, sofern dies unter nicht sterilen Bedingungen geschah.

Bei häufig wechselnden ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder mit Blutkontakt assozierten Sexualpraktiken besteht das Risiko einer Ansteckung.

Medizinische Risikofaktoren

Bei einer Bluttransfusion oder Blutprodukten besteht das Risiko einer Hepatitis-C-Virusinfektion, insbesondere, wenn Sie eine solche Transfusion vor 1992 erhalten haben. Seit dieser Zeit wird Blut in Deutschland routinemäßige auf Hepatitis-C-Viren untersucht.

Wurde bei Ihnen ein großer Eingriff vorgenommen (unter mangelhaften hygienischen Bedingungen), so besteht das Risiko einer Hepatitis-C-Virus Infektion.

Eine Hepatitis-C-Virusinfektion während der Schwangerschaft kann in seltenen Fällen von der Mutter auf das ungeborene Kind übergehen.

Wenn Sie Empfänger eines Organ-Tranplantats
sind, so besteht die theoretische Möglichkeit einer Hepatitis-C-Virusinfektion. Fand dies kürzlich statt, ist das Risiko sehr gering, da Organe seit einiger Zeit getestet werden. Bei einer Organtransplantation vor 1992 ist das Risiko allerdings erhöht.

Wenn Sie jemals Blut im Rahmen einer Dialyse erhalten haben, weisen Sie ein erhöhtes Risiko für eine Hepatitis-C-Virusinfektion auf – insbesondere, wenn dies vor 1992 geschah, weil Blut zu dieser Zeit noch nicht durch Routine-Tests auf Hepatitis C überprüft wurde.

Auswirkungen der Hepatitis C
Ingrid H.

„Was ich mir nach der Diagnose gut erklären konnte, war diese unglaubliche Erschöpfung, die ich über Jahre hatte, die im Zusammenhang mit der Infektion stand… Ich war der „Früh ins Bett Geher“, länger als bis 22 Uhr habe ich die Abende nicht durchgehalten.“

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Gruppen mit hohem Risiko

Es ist wichtig zu wissen, dass die Hepatitis C jeden treffen kann; dennoch existieren besondere Gruppen mit erhöhtem Risiko:

Menschen, die mit dem Humanen Immunschwäche-Virus HIV infiziert sind, haben ein erhöhtes Risiko für eine Hepatitis-C-Virusinfektion.

Wenn Sie jemals Drogen intravenös oder nasal konsumiert haben, ist Ihr Risiko für eine Hepatitis C erhöht.

BEHANDLUNG

Die Mehrheit der Hepatitis-C-Virus-Infizierten kann heutzutage mit gut verträglichen Tabletten in kurzer Zeit (in der Regel 8 – 24 Wochen) geheilt werden.6

Eine weitere gute Nachricht: Wenn bei Ihnen bereits früher eine Hepatitis C diagnostiziert wurde und Sie nicht behandelt wurden oder die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen haben, so gibt es jetzt gut verträgliche Medikamente, mit denen die meisten Patienten geheilt werden können.

Weitergehende Informationen zu derzeit verfügbaren Therapieoptionen erhalten Sie von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.